Blutegeltherapie
Die Blutegeltherapie ist eine sehr alte Therapie, die zu den Humoralverfahren gehört.
Bei der Blutegeltherapie wird der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis officinalis) an den Hund angesetzt. Nach seinem 10- bis 40-minütigen Saugakt fällt er selbständig ab. Ich nehme die satten Blutegel wieder mit.
Der Blutegel saugt verflüssigtes Blut ab und injiziert bei seinem Biss einen Wirkstoffmix. Darunter ist der Blutgerinnungs-hemmer Hirudin, der zur Nachblutung von bis zu 24 Stunden führt. Dieser so genannte Mikroaderlass führt zu einer Ausleitung der Entzündungsstoffe und sorgt für die Produktion frischen Blutes. Die Egline a, b und c hemmen unter anderem die Entzündung und grenzen sie ein.
Folgen der Blutegelbehandlung sind demnach die Auflösung und Ausschwemmung kleiner Thromben, die Hemmung und Eingrenzung von Entzündungen und der Abbau von Stoffwechselprodukten durch die schnellere Fließgeschwindigkeit des Blutes.
Da Katzen und Kleintiere zu viel Blut verlieren könnten, wende ich Blutegel nur bei Hunden an. Einsatzgebiete in der Tierheilpraxis sind z.B. akute Discopathie, Lymphstauungen, Arthrose, rheumatische Arthritis, Hüft-gelenkdysplasie, Furunkel, Karbunkel, LWS, CWS, Spondylose und Osteochondrosis dissecans.
Wenn Ihr Interesse an den vielseitigen Tierchen und ihre Verwendungszwecke geweckt ist, dann finden Sie auf der Seite www.blutegel.de viele Informationen.

